Fotos: Anton FeßlerOnline seit: 09. Dezember 2017

Der Messestand unseres Mitgliedes Georg Klughardt sowie dem CCD-Informationsstand!


Die Übergabe Wanderpokal 2017 an Anja Merbach.

Der Bericht über die Messe sowie der Verleihung des Wanderpokals 2017 an Anja folgen!

Weitere Impressionen im Fotoarchiv:
Retro Classics Bavaria 2017


Text: Marc Keiterling
Foto: Ford Werke Aktiengesellschaft, Dirk Appel & Marc Keiterling
Online seit: 29. November 2017

Der beste Ford-Club auf der Retro Classics Cologne – und dies sogar schriftlich bestätigt. Der CCD-Auftritt bei der Premiere der Oldtimermesse in der Domstadt wurde zu einem rundum gelungenen Wochenende.

Der Reihe nach. Wie bereits im Vorort erwähnt haben wir in diesem Jahr den Ford Fan Award in der Kategorie bester Ford Club 2017 gewonnen. Die Preisübergabe fand im Ford Entwicklungs- und Forschungszentrum Aachen statt. Am Freitag, 24. November, nahmen der erste Vorsitzende, Anton Feßler, und Beisitzer Frank Lehmann die Auszeichnung entgegen.

Die Entwicklung des CCD gelobt

„Beeindruckend ist es unter anderem, wie professionell sich die Öffentlichkeitsarbeit, gut abzulesen an der Homepage und der Clubzeitung, entwickelt hat“, lobte Laudatorin Ute Mundolf aus der Pressestelle der Ford-Werke in Köln. Sicherlich der Hauptgrund für die Nominierung durch das Werk zur Wahl. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einer der Faktoren, warum es uns gelang, beim Votum die meisten Stimmen in dieser Kategorie zu erhalten. Der Fan Award wurde noch in weiteren Kategorien vergeben, etwa für die schönste Geschichte im Zusamenhang mit unserer Marke oder das beste Treffen.

Ute Mundolf aus der Pressestelle der Ford-Werke in Köln hielt die Laudatio auf den CCD als besten Club und übergab die Urkunde an den 1. Vorsitzenden, Anton Feßler, und Beisitzer Frank Lehmann (rechts).

Ute Mundolf aus der Pressestelle der Ford-Werke in Köln hielt die Laudatio auf den CCD als besten Club und übergab die Urkunde an den 1. Vorsitzenden, Anton Feßler, und Beisitzer Frank Lehmann (rechts).

Ford FanAward 2017 Kategorie "Bester Ford Club" Capri Club Deutschland e.V.
Ford FanAward 2017 Kategorie "Bester Ford Club" Capri Club Deutschland e.V.

Die Vertreter der ausgezeichneten Clubs durften anschließend noch einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen des einzigen Entwicklungszentrums des Konzerns außerhalb der USA werfen. So demonstrierten Techniker unter anderem ein Park-Memory-Funktion mit der ein Fahrzeug per Smartphone-Befehl völlig eigenständig eine kurze Wegstrecke fährt und anschließend einparkt. Motorenprüfstand, aktive Fahrzeugbeleuchtung und mehr – zeigen können wir es hier nicht: strenges Foto- und Aufnahmeverbot. Ablichten durfte man den Visos, eine Studie die Ford 2003 der Öffentlichkeit präsentierte. Der schnittige Entwurf enthält überdeutliche Anklänge an den Capri der ersten Generation. Das gerundete Heckfenster und die Lufthutzen vor den hinteren Rädern sind eindeutig. So etwas als „Capri 2000“ hätte man sich durchaus vorstellen können. Es blieb beim Traum, die ausgestellte Kiste wurde niemals fahrfertig gemacht.

Der Visos zeigt sich eindeutig vom Capri I beeinflusst, die Studie wurde 2003 präsentiert.
Der Visos zeigt sich eindeutig vom Capri I beeinflusst, die Studie wurde 2003 präsentiert.

Der Visos zeigt sich eindeutig vom Capri I beeinflusst, die Studie wurde 2003 präsentiert.

Text & Screenshots: Marc KeiterlingOnline seit: 01.Oktober 2017

Im Juli 2015 ging beim Capri Club Deutschland eine Anfrage ein. Die Real Film Berlin GmbH suchte zu diesem Zeitpunkt einen Capri II für die Produktion eines Fernsehfilms. Sehr präzise Vorstellungen hatten die Filmleute, der Mail hing das Bild eines gelb-schwarzen II-ers aus einer britischen Reklame an. Idealerweise genau so solle der Wagen aussehen. Ob wir da helfen könnten?

Die von Schriftführer Stefan Brockmann weitergeleitete Nachricht weckte mein Interesse. Warum genau ein solches Auto? Warum im allerbesten Fall genau in dieser Farbe? Ich nehme es vorweg: Diese beiden Fragen ließen sich leider nicht klären. Eine nette Geschichte kam dennoch dabei heraus.

Senta Berger und Günther Maria Halmer mit Blick auf das Sportcoupé.

Senta Berger und Günther Maria Halmer mit Blick auf das Sportcoupé.

Ich kontaktierte also Steffi Lehmkul, die Absenderin. Die Diplom-Ingenieurin der Architektur ist seit 2001 als freiberufliche Außenrequisiteurin für Film- und Fernsehproduktionen tätig. Zig Filme stattete sie bereits aus. Darunter auch einige Tatort-Folgen sowie 2014 den Kinostreifen „Banklady“. Hier wird die wahre Geschichte eines Hamburger Bankräuber- Paares aus den 1960-er Jahren erzählt,

Steffi Lehmkul.

Steffi Lehmkul.

Der II-er unterm Segeltuch.

Der II-er unterm Segeltuch.

zahlreiche entsprechende Autos sind zu sehen. Mit der Suche nach passenden Fahrzeugen kennt sie sich also bestens aus. 2015 recherchierte Lehmkul nun für die ZDF-Produktion „Die Hochzeit meiner Eltern“.

Text: Marc Keiterling
Fotos: Archiv Thomas Ammerschläger & Marc Keiterling
Online seit: 14.September 2017

Tempomacher Thomas Ammerschläger

Er machte unter anderen dem RS Beine: Thomas Ammerschläger erzählt in der Capri aktuell spannende Geschichten aus seinen Kölner Jahren.

„Ich wusste schon mit sieben, was ich einmal werden möchte“. Der 1937 in Altefeld geborene und in Hannover aufgewachsene Thomas Ammerschläger hatte früh in seinem Leben einen klaren Plan. Mit Tempo hinterm Steuer sitzen gehörte dazu. Wie eine Etappe. Ein Zwischenschritt hin zum Entwickler, zum Tempomacher. Dieser Mann hinterließ unauslöschbare Spuren in der Automobilindustrie Deutschlands. Unter anderen bei Ford, im direkten Zusammenhang mit dem Capri. Der CCD hatte nun einen Termin mit dem Tempomacher.

Wir gehen das hier zunächst chronologisch an. Nach dem 1965 abgeschlossenen Maschinenbaustudium heuerte der technikbegeisterte junge Mann bei NSU an, als Fahrwerksingenieur in der Versuchsabteilung.

Abwechslungsreiche Jahre sind es in Neckarsulm. Die Prinzen werden erstmals im Rahmen von Crashtests zerknüllt, seinem Hobby-Rennfahrer- Wesen kann er neben der Entwicklungsarbeit frönen. So heißt der Sieger beim Rennen um den Rheinpokal auf dem Hockenheimring in der Klasse der Tourenwagen bis 1150 Kubikzentimeter anno 1970: Thomas Ammerschläger. Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg übrigens. In den Fahrerlagern jener Jahre kommt es regelmäßig zu bilateralen Gesprächen. Auch mit Ford. Dort wurde mit Erscheinen des Capri ab 1969 in der Motorsportabteilung Gas gegeben, treibende Kraft jener Jahre war deren Chef Jochen Neerpasch. Als die Capris dann aber allzu erfolgreich wurden - so holte sich der spätere Formel 1-Pilot Hans- Joachim Stuck 1972 den Titel des Deutschen Rennsportmeisters auf einem RS - wurden sie in Bayern zornig. Neerpasch und Stuck warben die Münchener ab. Michael Kranefuß, vorher auch am Steuer schneller Kölner Autos aktiv und Neerpaschs rechte Hand, übernahm die Leitung der Abteilung.

Text & Fotos: Alexander HeinzOnline seit: 14.September 2017

Mein Name ist Alexander Heinz, ich bin 40 Jahre jung und komme aus dem schönen Oberfranken. Meine „Capri- Infektion“ stellte sich bereits im zarten Alter von 15 Jahren ein. Viele Jahre sind das, wie auch die folgende Geschichte rund zwei Jahrzehnte umfasst. Und in jedem Fall noch nicht zu Ende ist.

Alex mit 15 also. Damals hatte der Freund meiner Schwester einen verbreiterten Drei Liter Essex. Die lange Schnauze und das Coupé-Heck gefielen sofort und es erging mir so wie vielen. Der besagte Capri wurde damals schon im Winter zerlegt und ich durfte zum ersten Mal bereits mit Hand anlegen. Aber wie das Leben ebenso spielt, nichts hält für ewig, die Beziehung endete. Also die meiner Schwester, meine zum Capri blieb.

„Der wird wieder hergerichtet“

Jedes Mal wenn ich einen im Straßenverkehr sah - tja, das konnte man damals tatsächlich des Öfteren erleben- entflammte diese alte Liebe immer wieder. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte. Im engeren Familienkreis war eine Fraktion schon immer Ford-affin und so kam es, dass ich eines Tages meinen Paten von einer freien Werkstatt abholen musste, wo er seinen Orion zur Wartung gegeben hatte.

Ich betrat die Werkstatthalle und da stand er dann, aufgebockt über einer Grube, Räder ab, Motorhaube offen und in einem damals schon ziemlich desolaten Zustand. Auf die Frage, was denn mit dem Auto geschehe, kam zur Antwort:

Zwei Jahrzehnte nach dem ersten Kontakt holte Alexander Heinz diesen Capri
von der Hebebühne.

Zwei Jahrzehnte nach dem ersten Kontakt holte Alexander Heinz diesen Capri von der Hebebühne.

„Der wird wieder hergerichtet“. Das muss in den Jahren 1997/98 gewesen sein. Die Jahre vergingen, im April 2007 kaufte ich mir schließlich meinen ersten Capri, einen 81er 2,8i. Eine Bastelbude, aber mit guter Substanz. Angesichts damaliger Unkenntnis hat sich erst später herausgestellt, dass dieser wohl erst im Nachinein zu einem Super Injection umgerüstet wurde, inklusive Innenausstattung und 5-Gang Getriebe.

Im August des gleichen Jahres konnte ich noch einen 2,8i erwerben, der sein Dasein seit mehreren Jahren im Hinterhof einer freien Werkstatt in der Oberpfalz fristete. Eigentlich war dieser als Ersatzteilträger gedacht, aber die spätere Analyse der Fahrgestellnummer ergab, dass es sich wohl um einen der letzten „Deutschen“ aus dem September 1984 handelt. Das ist selbstverständlich mal überhaupt nix zum Schlachten. Also habe ich umdisponiert, den 81er zurückgestellt und beschlossen, den 84er zu machen.