Text und Fotos: AUTO BILD KLASSIK Online
 Online: 13.April 2016

Bei 54.000 britischen Pfund fiel im Februar 2016 für einen Capri III bei der Silverstone Auktion in Großbritannien der Hammer. Das sind umgerechnet zirka 70.000 Euro – laut der britischen Daily Mail ein Rekordpreis! Warum der tiefgrüne Capri so teuer verkauft wurde? Zunächst handelt es sich um ein Exemplar von 1987. Damit ist er eins der letzten in Deutschland vom Band gelaufenen, aber nur in England verkauften Rechtslenker. Außerdem gehört er zur exakt 1.038 Mal gebauten Sonderserie 280 Brooklands mit dem Kölner Sechszylinder, Sperrdifferenzial, Recaro-Sitzen und Lederausstattung.

Dann der perfekte Zustand. Er lässt sich am besten anhand der folgenden Tatsachen beschreiben: Der Erstbesitzer kaufte den Capri, um ihn in einer extra klimatisierten Garage im Originalzustand zu erhalten. Besitzer Nummer zwei überholte ihn mit viel Aufwand und verkaufte den Wagen nun an den dritten Halter. Belegbar gefahrene Distanz in 29 Jahren: 936 Meilen oder 1506 Kilometer! Das Problem, mit dem sich die Eigner anderer Oldies im Dornröschenschlaf manchmal auseinandersetzen müssen, besteht nicht. Der Capri wurde seinerzeit sofort zugelassen und hat diese Registrierung bis heute behalten. Er kann also problemlos auf die Straße.

Der Ford ist aber nicht nur einzigartig gepflegt. Er folgt laut Nick Whale, dem Direktor von Silverstone Auctions, auch einem klaren Trend auf der Insel. Dort explodieren aktuell die Preise für schnelle Ford. So verkauften sich bei der gleichen Auktion ein Escort Mexico von 1972 für 43.875 Pfund (ca. 56.000 Euro), ein 1995er Ford Escort RS Cosworth LUX und ein Sierra RS500 Cosworth für jeweils 52.875 Pfund (ca. 68.000 Euro).

70.000 Euro für einen 280er!70.000 Euro für einen 280er!