Text & Fotos: Astrid DahnckeOnline seit: 22. Dezember 2017

Mein Mann, Jens Dahncke, ist seit seiner Jugend ein großer Fan des Ford Capri. Damals konnte er sich das Auto jedoch nicht leisten, dann kamen die Kinder und eine vollwertige „Familienkutsche“ wurde benötigt. Vor ein paar Jahren verriet er mir seinen Traum: „Vielleicht werde ich mir einen Capri kaufen, wenn ich Rentner bin.“

Auf der Suche nach einem ganz besonderen Geschenk zu seinem 60. Geburtstag in diesem Jahr kam ich auf die Idee: Eine Fahrt mit einem Capri, das wäre eine tolle Überraschung! Doch wie sollte ich hier bei uns daheim - wir leben in der Nähe von Hamburg - an einen solchen Wagen kommen?

Zum Glück gibt es ja den Capri Club Deutschland. Ich kontaktierte den für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Herrn des Clubs, Frank Lehmann. Der bot mir sofort seine Hilfe an. „Da helfen wir doch gern, das kriegen wir sicher hin“, hörte ich hocherfreut.

Norbert Käckmeister drehte mit Geburstagskind Jens Dahncke eine Extra-Runde.

Norbert Käckmeister drehte mit Geburstagskind Jens Dahncke eine Extra-Runde.

Schnell war ein Mitglied des Clubs aus dem Norden gefunden und so stand Norbert Käckmeister aus Bargteheide am 24. September mit seinem liebevoll restaurierten Capri vor unserer Haustür. Mein Mann war sehr überrascht und freute sich riesig. Aber das Alllerbeste kam noch: Es war zufällig genau das Modell und auch noch die Farbe, die er besonders gut findet!

Ein besonderes Geschenk zum 60. Geburtstag und eine große Überraschung ermöglichte CCD-Mitglied Norbert Käckmeister Capri-Freund Jens Dahncke aus der Nähe von Hamburg.

Ein besonderes Geschenk zum 60. Geburtstag und eine große Überraschung ermöglichte CCD-Mitglied Norbert Käckmeister Capri-Freund Jens Dahncke aus der Nähe von Hamburg.

Norbert Käckmeister erzählte anschaulich von seinem ersten Capri-Kauf. Das war 1980, ein damals elf Jahre altes Modell für 200 D-Mark, es hielt leider nicht lange. Bis 1982 besaß er zwei weitere, damals auch schon ältere, Typen. Dann kamen die Kinder und auch diese junge Familie brauchte erstmal eine „Familienkutsche“. Der Capri geriet in Vergessenheit. Bis zum Kauf von zwei Capris im Jahre 2005.

Aus zwei mach eins, in fünf Jahren entstand in liebevoller Handarbeit ein „neuer“ Capri. Herr Käckmeister brachte Fotografien mit, die den Aufbau des Autos im Einzelnen dokumentieren. Es wurde deutlich, man braucht viel Zeit und Geduld - vom Geld mal ganz abgesehen - um so ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen.

Das muss wahre Liebe sein!

Eine Zeit lang fachsimpelten die beiden Herren. Zunächst über den Motor gebeugt, dann im Innenraum sitzend. Schließlich ging es auf große Fahrt. Das Motorengeräusch begeisterte meinen Mann total: „Was für ein Sound !“

Diese Überraschung zum 60. war vollauf gelungen. Ein ganz großes Dankeschön an den Capri Club Deutschland, insbesondere an die Herren Lehmann und Herrn Käckmeister! Ob der Traum meines Mannes in Erfüllung geht? Bis zur Rente dauert es noch etwas, aber bekanntlich rostet die alte Liebe ja nicht...

Wenn Männer sich was zu erzählen haben: Nach umfangreicher Fachsimpelei starteten die beiden Herren in Käckmeisters wunderschönen I-er dann aber doch noch zu einer Ausfahrt.

Wenn Männer sich was zu erzählen haben: Nach umfangreicher Fachsimpelei starteten die beiden Herren in Käckmeisters wunderschönen I-er dann aber doch noch zu einer Ausfahrt.