Text: Marc Keiterling
Fotos: Kirsten Schmidt, Elke Weinfurter, Marc Keiterling & Frank Lehmann
Online seit: 20.Juli 2017

„Musik, Motoren, Petticoats“ - und tatsächlich von jedem Begriff eine riesige Auswahl. So geht es zu bei der Rheinbach Classics, die mit dem genannten Motto wirbt. Livemusik möchte man ergänzen, Capri-Hosen und ein automobiler Ausnahmezustand waren nun zum zwölften Mal in der Stadt nahe Bonn zu verzeichnen.

CCD Info-Stand Rheinbach Classics 2017
Corso Rheinbach Classics 2017

130 Fahrzeuge auf der Ausfahrt am Samstag, 250 beim sonntäglichen Korso durch die proppenvolle Stadt (darunter zahlreiche „Doppeltäter“, die beides unter die Räder nahmen) und viele weitere Klassiker in den Seitenstraßen machten die Classics auch in diesem Jahr zu einem wahren Volksfest.

Ausfahrt Rheinbach Classics 2017
Corso Rheinbach Classics 2017

An inzwischen schon gewohnter Stelle in der Innenstadt schlug der Capri Club Deutschland auch in diesem Jahr wieder sein Quartier auf. Im Vordergrund stand dabei wieder das Jahr des Capri II im CCD aus Anlass des Produktionsstops vor 40 Jahren. Viele Facetten wurden den Besuchern gezeigt, ein John Player gehörte ebenso dazu, wie zwei Vinyldach-Vertreter und ein echter Luxusliner: der drei Liter Ghia mit der orangefarbigen Innenausstattung. Dazu gesellten sich unter anderen einige RS als Vertreter der ersten Generation und ein Mako V8 sowie ein 2,8i aus der III-er Fraktion.

CCD Info-Stand Rheinbach Classics 2017
CCD Info-Stand Rheinbach Classics 2017

Außerdem durften wir uns über eine prominente Besucherin freuen. „Hallo, ich bin früher mit dem Capri Rennen gefahren“, sagte die nette Dame zur Standbesatzung. Waltraud Odenthal schaute sich mit Interesse unsere Fahrzeuge an und geriet ins Plaudern. „Rennlady“ oder vor allem „Turbomaus“ wurde sie in den 70-ern genannt. Diese Frau mischte damals in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft gewaltig mit und beeindruckte ihre männlichen Kollegen mit großem fahrerischen Können. Die Tochter eines Ford-Händlers aus Siegburg startete ihre Motorsport-Laufbahn 1969 im Escort-Cup. Später kaufte ihr Vater ausrangierte Werks-Capri, so mischte Odenthal mit dem jeweiligen Vorjahresauto im Feld mit. Ihren 74-er RS, den sie von 1975 bis 1977 über die Pisten jagte, gibt es noch, er befindet sich heute im Besitz von Mücke-Motorsport in Berlin. „Wir bleiben in Kontakt“, versprach sie uns zum Abschied. Wir freuen uns drauf!

Waltraud Stöhr-Odenthal am CCD-Stand

Hier weitere Impressionen:

Fotoarchiv Rheinbach Classics 2017