Keine Treffen, keine Veranstaltungen und auch ganz grundsätzlich bewegen wir unsere Coupés zu wenig und zu selten gemeinsam. Finde ich. Die Clubkollegen Frank Lehmann, Gerd Niederberger und Walter Winkler sahen es im letzten Jahr ähnlich, wie wir im Rahmen eines gemeinsamen Capri-Wochenendes im August 2020 (siehe Capri aktuell 3/2020) feststellten. Das sollte geändert werden und ein erster Schritt ist nun gemacht. „Capri NRW“ heißt die Whatsapp-Gruppe, die erste Aktivität sollte eine sonntägliche Ausfahrt im Bergischen Land sein.

Ich durchforstete also Mitte Juni mein Mobilfunktelefon nach möglichen Kandidaten. Diese lud ich zur Teilnahme an der von mir zuvor eingerichteten WA-Gruppe ein. Viele folgten der Einladung, ein erster Schritt war erfolgreich gesetzt.

Kollegen aus dem südlichen Bereich Nordrhein-Westfalens, vom Rhein, aus dem Ruhrgebiet. Für eine gemeinsame Ausfahrt braucht es eine Region, die für möglichst viele eine vertretbare Länge der Anreise bedeutet. Schnell deutete vieles auf das Bergische Land hin. Straßen mit Kurven, auf und nieder, schöne Landschaft, ordentlich erreichbar. Dies warf ich also in die Gruppe, die Resonanz fiel positiv aus.

Der Aufschrieb mit viel „Krickelkrackel“ bildet die Grundlage der „Routenempfehlung“.

Der Aufschrieb mit viel „Krickelkrackel“ bildet die Grundlage der „Routenempfehlung“.

Da bei einer größeren Fahrzeuggruppe nicht sicher davon ausgegangen werden kann, dass stets der Blickkontakt zwischen allen Autos gegeben ist, braucht es eine „Routenempfehlung“. Zur Erstellung lenkte ich also einen meiner Capris am letzten Juni-Sonntag in Richtung Müngstener Brücke. Dort, zu Füßen der mit 107 Metern höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands, hatte ich mir den Startpunkt vorgestellt. Keine zu lange Strecke, schließlich spulen einige Mitfahrer schon bis zum Treffpunkt und später wieder in Richtung Heimat einige Kilometer ab.

Zuvor hatte ich mir mittels einer Straßenkarte „Bergisches Land“ einige Anregungen geholt und erste Notizen gemacht. Fahren und schreiben gleichzeitig ist natürlich nicht so optimal umsetzbar, so muss man an jeder Abzweigung einmal kurz anhalten und die Angaben der Wegweiser notieren. Machbar. Blöd wird’s, wenn der auserkorene Weg durch einen Feuerwehreinsatz zur Sackgasse wird. Das passiert mir kurz hinter der Abzweigung Dabringhausen. Verdammt, denn nun sind selbstverständlich die zuvor ebenfalls dokumentierten Kilometerangaben völlig strubbelig. Also umdrehen, zurück zum letzten Abbieger, alternative Strecke auswählen, Tageskilometerzähler nullen, rechnen. Der Aufschrieb sieht da schon wie ein ausgewachsenes „Krickelkrackel“ aus. Gar nicht so leicht, da später noch einmal durchzusteigen. Aber egal, dass „Ausbaldowern“ hat mir dennoch Spaß gemacht.

Es war auch nicht umsonst, obwohl die für Sonntag, 11. Juli, geplante Ausfahrt letztlich ins Wasser fiel. Die Wetteraussichten sahen für den Nachmittag die Gefahr unwetterartiger Niederschläge, so etwas dämpft den Antrieb capri-besorgter Menschen doch gewaltig. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben, wir werden sicherlich einen neuen Anlauf nehmen.

Bei Whatsapp gibt es nun eine „Capri NRW“-Gruppe.

Bei Whatsapp gibt es nun eine „Capri NRW“-Gruppe.

Ganz generell hoffe ich nun, dass unsere „Capri NRW“-Gruppe weiterhin Aktivitäten hervorbringt. Und bin neugierig ob Ihr, landauf und landab, in Euren Regionen vielleicht ebenfalls WA-Gruppen ins Leben ruft, zum Zwecke gemeinsamer Ausfahrten. Wenn es so ist, lasst es mich per Mail mit Fotos an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gern wissen!

[Text & Fotos: Marc Keiterling]