Die 11. Ausfahrt des CCD führte in diesem Jahr sehr viele Rookies (zu deutsch Neulinge) und routinierte Teilnehmer zusammen. Ein Rookie und ein Routinier berichten.

„,Leben heißt Veränderung‘ und so war das letzte August-Wochenende dieses Jahres für mich, Theresa Letsch, das Eintauchen in eine mir neue Welt. Meine erste Ausfahrt des Capri Club Deutschland.

28 Capris standen liebevoll platziert auf dem Parkplatz des Welcome Hotels in Wesel. Was für ein Anblick! Wie kam ich aber nun dazu? Auch mein Leben veränderte sich vor zwei Jahren als ich meinem jetzigen Lebenspartner, Michael Roth, begegnete. Einem seit Jahren begeisterten Capri-Fahrer. Ich hatte nie Zweifel, mich in der ,Capri-Szene‘ zurecht zu finden. Offen und herzlich wurde ich aufgenommen und so ging das Abenteuer los.

Ganzkörperbetätigung

Theresa Letsch unternahm an der Seite ihres Lebenspartners Michael Roth ihre erste CCD-Ausfahrt.

Theresa Letsch unternahm an der Seite ihres Lebenspartners Michael Roth ihre erste CCD-Ausfahrt.

Um 18 Uhr wurden wir im Q-Stahl des Hotels begrüßt und genossen an diesem Abend Plaudereien, Austausch, Gespräche querbeet und natürlich das ein oder andere alkoholische und/oder nichtalkoholische Erfrischungsgetränk. Gestärkt durch ein abwechslungsreiches Grillbuffet wurde es ein langer Abend - denn es gab viel zu erzählen nach so langer corona-bedingter Auszeit. Es tat gut, sich wieder Auge in Auge gegenüber zu sitzen und sich auszutauschen. Auch für eine Ganzkörperbetätigung wurde gesorgt. Und so schwangen einige noch das Tanzbein.

So schön kann ein Hotelparkplatz sein.

So schön kann ein Hotelparkplatz sein.

Nach einer recht kurzen Nacht (dafür aber in sehr großzügigen Zimmern) ging es am Samstag nach dem Frühstück los. Nach einer festgelegten Startnummerierung (ausschlaggebend war hier die Reihenfolge des Zahlungseinganges zur Veranstaltung) röhrten die Motoren und zogen andere Neugierige an. Im Zwei-Minuten-Takt fuhren wir los. Schummeln ging nicht, da wir an Ralf Geisler vorbeimussten. Er hatte die Uhr im Blick und reichte uns noch unser Verpflegungspäckchen durchs Fenster.

Die Zeichen der Chinesen

Wir folgten einer ausgearbeiteten Route mit Hilfe von Chinesenzeichen und legen zwei Zwischenstopps ein: Beim Schloss Raesfeld und im Oldtimermuseum in Stadtlohn. Unterwegs schöne Natur, abwechslungsreiche Wege und immer wieder bewundernde Blicke der anderen Straßenteilnehmer. Auch ich hatte es geschafft, uns zu den Zielen zu navigieren. Hier bestätigte sich, dass wir ein eingespieltes Team sind und uns auf den anderen verlassen können.

Das Schloss Raesfeld steht im Wasser - auch bei besserem Wetter.

Das Schloss Raesfeld steht im Wasser - auch bei besserem Wetter.

Die Zeichnungen eines Chinesenzeichen-Streckenverlaufs werden so bezeichnet, da sie im entfernt an chinesische Schriftzeichen erinnern.

Die Zeichnungen eines Chinesenzeichen-Streckenverlaufs werden so bezeichnet, da sie im entfernt an chinesische Schriftzeichen erinnern.

Im Museum stärkten wir uns mit hausgemachten leckeren Kuchen und staunten über die Ausstellung von 24.000 Siku-Modellen und 90 Oldtimern auf einer Fläche von 2.200 Qudratmetern in den Räumen von Besitzer Thomas Höing. Am Nachmittag ging es auf einer anderen Route gemütlich zurück zum Hotel. Einen kleinen ,Lacher‘ gab es, als wir in Kolonne blind dem vordersten Auto folgten und dann in einem Kreisel merkten, dass wir alle die falsche Abfahrt benutzten. Also: zurück in den Kreisel und wieder auf den korrekten Weg. Vollzählig im Hotel angekommen, hatten wir genügend Zeit zum Ausruhen, Reflektieren, zum Trinken des ersten Feierabendbieres und zum Umziehen vor dem Abendessen. Und wie schick wir alle aussahen! Schade, dass wir die Gelegenheit nicht genutzt haben um ein Gruppenfoto als Erinnerung zu erstellen. Schön auf jeden Fall, dass das einzige Damenteam im Feld, Birgit Johannes und Ulrike Hayer, ins rechte Licht gerückt wurde. Siehe unter anderem auf der folgenden Bilderseite.

Kleine (hinten) und große Fahrzeuge im Stadtlohner Museum.

Kleine (hinten) und große Fahrzeuge im Stadtlohner Museum.

Eine Siegerehrung gab es dieses Mal nicht, denn alle waren Sieger an diesem Wochenende! Über einen Pokal konnte sich jedoch Wolfgang Stein freuen. Mit seiner Anreise von rund 700 Kilometern hatte er die längste Strecke zu absolvieren. Auch an diesem Abend dominierten Gespräche mit den unterschiedlichsten Charakteren. Eins haben sie alle: ,den gleichen Tick und so manche Schraube locker‘ um es mit den liebevollen und warmherzigen Worten von Gerhard Weinfurter zu sagen. Für mich als (jetzt nicht mehr ganz) Außenstehende jedoch niemals langweilig oder autolastig, sondern interessant und aufschlussreich. Ich kann mit Stolz und Dankbarkeit sagen: Was für eine großartige Zeit!“

Vom Ammersee zum Niederrhein

Für die Südeifelaner Kirsten Schmidt und Dieter Johannes ist so eine CCD-Ausfahrt keine neue Erfahrung. Und dennoch berichtet Dieter davon, „dass die Vorfreude wohl bei allen Beteiligten sehr groß war. Und um es vorweg zu nehmen, sie wurde nicht enttäuscht.

Wolfgang Stein teilte seine weite Anreise vom Ammersee an den Niederrhein, indem er erst bei uns einen Boxenstopp einlegte. Wir erledigten an seinem Capri einige Arbeiten, was an den Abenden meist durch die Einnahme von Alkohol und gutem Essen vom heißen Stein abgeschlossen wurde. Zur Ausfahrt fuhren wir dann mit drei Capris quer durch die Eifel, was verkehrstechnisch nicht immer einfach war. Gott sei Dank ist Kirsten ein perfektes Navi.

Die Begrüßung fiel, wie nicht anders zu erwarten, sehr herzlich aus. Ein super Buffet, tolle Stimmung und das Gefühl, sich endlich wieder einmal sehen zu dürfen, war einfach überwältigend. Es gab so viel zu erzählen, dass mir die Bedienung angesichts des nicht endenden wollenden Abends leid tat. Unvergessen bleibt der Kommentar unseres tanzwütigen Schatzmeisters Dirk Appel angesichts der Witterung: ,Die Sonne scheint in Strömen‘.

Sogar das Wetter am Weseler Wochenende...

Sogar das Wetter am Weseler Wochenende...

...

... kann man/frau sich schöntrinken.

Bis zum nächsten Mal!

Bis zum nächsten Mal!

Die eigentliche Ausfahrt am verkaterten nächsten Morgen war das Schönste. Von Ralf Geisler wie gewohnt super organisiert, präsentierte die Route uns die wunderschöne Landschaft in der Umgebung des Niederrheins. Die Haltepunkte waren top getimt und sehenswert. Bemerkenswert war auch ein Anruf von Wolfgang: ,Dieter, bei mir rappelt es im Kofferraum‘. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die bei uns in der Eifel gekaufte Flasche Hollebock hin und her rollte, was dieses Geräusch verursachte.

Besonders erwähnenswert ist für mich, dass die Söhne unseres im letzten Jahr verstorbenen Clubkollegen Lutz Boenisch mit seinem Capri an diesem Event teilgenommen haben. Wir danken allen Beteiligten für dieses unvergessliche Wochenende!“

Fotoarchiv CCD-Ausfahrt Wesel 2021

[Text: Letsch & Johannes - Fotos: Appel, Weinfurter, Stein, Lehmann & Keiterling]