Mit seinem 2.8i unternahm Thomas Ell eine Reise nach Italien. Dabei verfasste er ein Reisetagebuch.

Mit seinem 2.8i unternahm Thomas Ell eine Reise nach Italien. Dabei verfasste er ein Reisetagebuch.

„Mit dem Capri auf die Reise gehen.“ So etwas unternehmen einige Menschen alljährlich auch abseits von Capri-Veranstaltungen. Sie fahren „auf Urlaub“ mit unserem Lieblingsauto. In der Mehrzahl sicherlich nicht bevorzugt an ferne Reiseziele. Doch es gibt Menschen, die machen mit ihrem Coupé richtig Kilometer. Thomas Ell verfasste ein Reisetagebuch über sein Italien-Abenteuer im Juni dieses Jahres.

Auf dem Brenner, Fahrtrichtung Süden.

Auf dem Brenner, Fahrtrichtung Süden.

Gestartet ist er in seiner fränkischen Heimat am Mittwoch, 17. Juni. Rund 2000 Kilometer später war er am Freitag, 26. Juni, wieder daheim.

Thomas und sein Zwoachter.

Thomas und sein Zwoachter.

Tag 1: Fahrt mit einigen Pausen, über München, Innsbruck nach Riva del Garda am Gardasee. Als erstes in den See zum Abkühlen. Den Abend habe ich bei schönstem Wetter in einem Strandlokal verbracht.

Tag 2: Weiterfahrt zur Unterkunft Torre Antica in der Nähe von Vernasca. Gleiches Spiel erst mal, nach der Begrüßung ins Wasser, diesmal in den Pool. Abendessen und gemütlicher Ausklang im Außenbereich des wunderschönen alten Gehöfts.

Tage 3- 5: Fahrt nach Castell`Arquato. In diesen Tagen ein Treffpunkt für Motorsportfans mit der „Vernasca Silver Flag“, einer Veranstaltung, die historischen Rennwagen auf der berühmten Strecke nach Vernasca gewidmet ist.

Sie erinnert an die historischen Bergrennen des Automobilclubs Piacenza. Eine knapp neun Kilometer lange Strecke mit Geraden und Kehren im Val d’Arda ist zu bewältigen.

Ich helfe zunächst dabei, den Chevron eines Kumpel abzuladen und vorzubereiten. Am ersten und zweiten Renntag habe ich den Boliden mitbetreut und Unterstützung vor dem Start geleistet. Viele nette Menschen in den paar Tagen kennengelernt.

Im Fahrerlager der „Vernasca Silver Flag“.

Im Fahrerlager der „Vernasca Silver Flag“.

Capri und Kulisse im Norden Italiens - einfach nur schön!

Capri und Kulisse im Norden Italiens - einfach nur schön!

Capri und Kulisse im Norden Italiens - einfach nur schön!

Capri und Kulisse im Norden Italiens - einfach nur schön!

Capri und Kulisse im Norden Italiens - einfach nur schön!

Tag 6: Ganz entspannt gefrühstückt und dann nach San Massa gefahren. Rund 50 Kilometer vorher hat es schon angefangen zu regnen und in Massa hat es dann aus Eimern geschüttet. In dem Ort gab es mir zu viele Hafenanlagen, woraufhin ich mich entschloss, landaufwärts Richtung La Spezia zu fahren. Auf dem Weg habe ich die Bucht von San Terenzo entdeckt und mich spontan zum Bleiben entschieden.

Tag 7: Vor der Weiterfahrt noch einmal ins Meer. Dann wieder von Ligurien Richtung Toscana. Doch bereits nach knapp zehn Kilometern habe ich wieder eine sehr schöne Bucht entdeckt, Fiascherino Beach. Also ein Hotel gebucht und den ganzen Nachmittag am Strand verbracht. Schirm und Liege für 25 Euro – aber man lebt ja nur einmal. Abends dann die Küstenstraße entlang gelaufen und mit einer Flasche Pino Grigio zum Essen den Abend ausklingen lassen.

Tag 8: Rückfahrt zum Gardasse, an einem sehr schönen Strandrestaurant, unter Bäumen, habe ich dann einen Stopp am Ostufer gemacht. Dort gefiel es mir so gut, dass ich mich gleich im selbigen Hotel eingecheckt habe. Abend an selber Stelle war wunderschön. Zwischendurch bin ich natürlich noch ausgiebig baden gegangen.

Tag 9: Eigentlich hatte ich schon an die Heimreise gedacht. Aber ich habe unbedingt noch einen Zwischenstopp in Malcesine einlegen müssen. Pflicht, einfach durchfahren geht nicht. Danach habe ich noch ein sehr schönes Hotel in dritter Reihe, in Riva del Garda genommen, das Hotel Royal. Wieder gleiches Spiel: Strand – See – Baden.

Der Capri schwitzt sein Hohlraumwachs heraus.

Der Capri schwitzt sein Hohlraumwachs heraus.

Tag 10: Vor der Heimreise – natürlich - erst nochmal in den See. Und danach mit Wehmut die Rückreise angetreten. Und dann, etwa 20 Kilometer vor der Grenze nach Österreich auf dem Brenner: leichtes Rucken, dann stärker und Motor aus, dafür Ladekontrollleuchte an. Ende. Warnweste anziehen, SOS-Telefonsäule gleich daneben und nun? Der Keilriemen ist in Ordnung. Nun ist guter Rat teuer. Ich greife zu einem alten Trick, der schon mal klappte. Zehn Minuten warten und starten. Was soll ich sagen – der Zwoachter sprang wieder an und hat mich die restlichen gut 300 Kilometer bis nach Hause gebracht. Ohne weitere Probleme, mit streckenweise mehr als 200 Stundenkilometern auf der deutschen Autobahn. Natürlich mit einigen Pausen, denn die beiden „älteren Herren“ haben ordentlich geschwitzt. Ich glaube, mein ganzer Hohlraumwachs ist wieder rausgelaufen.

Tag 11: Am nächsten Tag erst mal wieder hübsch gemacht - also den Capri. Ich bin laut Tacho exakt 2009 Kilometer gefahren. Der Verbrauch lag zwischen zwischen neun und 9,5 Litern auf 100 Kilometer. Leute, fahrt mit Euren Capri. Die Freude daran ist einfach unbezahlbar!

Die SOS-Telefonsäule im Blick.

Einige Pausen während der Rückreise zur Abkühlung für Maschine und Mensch.

Die SOS-Telefonsäule im Blick (links). Einige Pausen während der Rückreise zur Abkühlung für Maschine und Mensch.

[Text & Fotos: Thomas Ell]

Capri MK I [Bj. 68 - 73]

Capri MK I

Capri MK II [Bj. 74 - 77]

Capri MK II

Capri MK III [Bj. 78 - 86]

Capri MK III