CCD-Rennsportfreund Manfred Borgert setzt seine Berichte hier zum Thema „Capri auf der Rennstrecke“ fort.

Mit dieser Dokumentation möchte ich den Cosworth Werks-Capri RS 3100 in den verschiedensten Rennen der Saison 1974 und 1975 aufzeigen. Besonderes Augenmerk habe ich auf die optische Erscheinung gelegt.

Die von mir vorgestellten Versionen erläutere ich mit meinen selbst umgebauten Modellen auf Basis von 1:18-Exemplaren des Herstellers Minichamps.

Es dokumentiert viele Rennen mit wichtigen Stationen, besonders in der Europameisterschaft der Tourenwagen 1974, und einige Rennen in der Deutschen Rennsportmeisterschaft 1974 und 1975. Auch das 1000km Rennen auf dem Nürburgring 1974 und Kyalami 1974 und 1975 sollen einen Platz erhalten. Ebenfalls habe ich noch die verkauften Fahrzeuge aus der Saison 1974 dargestellt, die in der Saison 1975 eingesetzt wurden.

Mit 100 PS mehr als das Modell von 1973 und einem „Entenbürzel“ ging der Capri damals in die Saison 1974.

Leider gibt es nicht so viele aussagekräftige Fotos der einzelnen Einsatzfahrzeuge. Daher bitte ich um Nachsicht, falls einige Details nicht (oder nicht ganz) korrekt wiedergegeben wurden.

Dieses Foto zeigt einen Teil der Renn-Capri-Modellautosammlung von Manfred Borgert in einer seiner Vitrinen.

Dieses Foto zeigt einen Teil der Renn-Capri-Modellautosammlung von Manfred Borgert in einer seiner Vitrinen.

An dieser Stelle vielen Dank an Thomas Ammerschläger, bei Ford in Köln zwischen 1972 und 1981 Leiter der „Fahrzeug-Entwicklung Motorsport“, der mich erneut mit wichtigen und interessanten Informationen unterstützte.

Vielleicht hat auch der eine oder andere weitere Informationen zu diesem Thema für mich. Auch Korrekturen sind selbstverständlich willkommen. Wenn dies der Fall ist, würde ich mich über Mails an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. sehr freuen.

Hier zunächst das Erscheinungsbild des Werks-RS bis zum Ende der Saison 1973:

Erscheinungsbild des Werks-RS bis zum Ende der Saison 1973.

Erscheinungsbild des Werks-RS bis zum Ende der Saison 1973.

Erscheinungsbild des Werks-RS bis zum Ende der Saison 1973.

Oben: Jochen Mass / Dieter Glemser /
6h Nürburgring
(Tourenwagen Europameisterschaft 1973)

Links: Jackie Stewart / Emerson Fittipaldi /
6h Nürburgring
(Tourenwagen Europameisterschaft 1973)

Das weiße Auto links gab es nur in diesem Rennen. Speziell für den seinerzeit amtierenden Formel 1-Weltmeister Emerson Fittipaldi sowie seinen Vorgänger und Nachfolger mit diesem Titel, Jackie Stewart, wurde diese Optik präsentiert. Das 6h-Rennen auf dem Nürburgring am 8. Juni 1973 endet für das Ford-Werksteam in einem Desaster. In der zwölften Runde überschlug sich Dieter Glemser nach einem Lenkungsdefekt im Wagen mit der Startnummer 3. Fünf Runden später musste Emerson Fittipaldi die Startnummer 1 mit Getriebeproblemen abstellen. Die als Folge überhöhte Drehzahl führte zu einem Motorschaden (durchgebrannte Zylinderkopfdichtung). Jochen Mass, nach Glemsers Totalschaden in den letzten verbliebenen Werks-Capri mit Startnummer 2 umgestiegen, überschlug sich ebenfalls. Grund war in diesem Fall ein Reifenschaden, ausgelöst durch Kontakt nach Missverständnis bei einem Überholversuch.

Die Capri-Ehre in diesem Rennen retteten Klaus Ludwig und Karl-Ludwig Weiss. Sie kamen im Auto von Grab Ford Siegen auf Rang fünf.

Die Hintergründe für den Wechsel der Lackierung des Capri RS in der Saison 1974:

Das Design ist die Folge der Markteinfühung des neuen Capri II.

Als Nachfolger des RS 2600 wurde der RS 3100 aufgrund der Hubraumvergrößerung am 2. März 1974 homologiert.

Dieser Capri wurde auch nach Modelleinführung des II-ers im Februar 1974 für Renneinsätze genutzt, weil das neue Modell durch die neue Karosse mit Heckklappe eine komplette Neuentwicklung für den Motorsport erforderlich gemacht hätte. Durch diese Bauweise bekam der Capri II ein höheres Gewicht, das Öffnen wäre schwerer gewesen. Auch die geringere Verwindungssteifigkeit hätte Probleme bereitet.

So sollte das Design des 74er Modells ursprünglich aussehen. Die Fotos stammen vom Ford-Testgelände im belgischen Lommel.

So sollte das Design des 74er Modells ursprünglich aussehen. Die Fotos stammen vom Ford-Testgelände im belgischen Lommel.

So sollte das Design des 74er Modells ursprünglich aussehen. Die Fotos stammen vom Ford-Testgelände im belgischen Lommel.

Zusätzlich hätten das Öl- und Tanksystem völlig neu konstruiert werden müssen. Der zeitliche Rahmen für eine solche Neuentwicklung für die Saison 1974 hätte damit nicht ausgereicht.

Hinzu kam, dass ab 1976 ein neues Gruppe 5-Regelwerk in Kraft treten sollte.

So entschied man sich für eine geänderte Lackierung, die den optischen Unterschied des Ur-Capri zum Capri II etwas „verwässern“ sollte.

Hier das endgültige Erscheinungsbild des Werks-RS in der Saison 1974:

So sollte das Design des 74er Modells ursprünglich aussehen. Die Fotos stammen vom Ford-Testgelände im belgischen Lommel.

Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen.

Frontspoiler ohne regelbaren Öffnungen.

Die Unterschiede zwischen den eingesetzten Frontspoilern. Links mit regelbaren Öffnungen. Rechts ohne diese Öffnungen.
Der verwendete Frontspoiler mit den Öffnungen sollte die Aerodynamik beim „leichter werden“ auf der Hinterachse durch den Verbrauch des Kraftstoffes verbessern.
Dies erbrachte jedoch kaum die gewünschten Verbesserungen, so dass diese dann später ganz weggelassen wurden beziehungsweise keine Funktion mehr hatten.

Die hintere Anbaulage der Wasserkühler.

Die hintere Anbaulage der Wasserkühler.

Information über die hintere Anbaulage der Wasserkühler. Hintergrund war erst einmal, mehr Gewicht auf die Hinterachse zu bringen, weil ja der von Thomas Ammerschläger gewünschte Heckflügel (ähnlich dem vom BMW CSL) vom Vorstand nicht genehmigt wurde. Dieser hätte viel mehr Abtrieb gebracht. Der Kühler war als ein Teil gefertigt und mit seitlichen Haltern unter dem Kofferraumboden befestigt. Eine Abdeckung des Unterbodens gab es hierfür nicht, dieses war erst beim Zakspeed Turbo Capri im Gruppe 5-Reglement möglich.
Die Kühlwirkung bei dieser Anbauart war allerdings nicht ausreichend, außerdem war der Kühler auch stark unfallgefährdet. So entschloss sich Thomas Ammerschläger für die Anbaulage seitlich in beiden hinteren Kotflügeln. Dieses konnte dann ab Juli 1974 erfolgreich umgesetzt werden.

Das dann angebrachte untere Heckblech wurde in unterschiedlichen Varianten für den Einbau von Hinterachs- und Getriebeölkühlern genutzt. Mit bis zu zwei Ausschnitten für zusätzliche Kühler (links) und ohne Ausschnitte.

Das dann angebrachte untere Heckblech wurde in unterschiedlichen Varianten für den Einbau von Hinterachs- und Getriebeölkühlern genutzt. Mit bis zu zwei Ausschnitten für zusätzliche Kühler (links) und ohne Ausschnitte.

Das dann angebrachte untere Heckblech wurde in unterschiedlichen Varianten für den Einbau von Hinterachs- und Getriebeölkühlern genutzt. Mit bis zu zwei Ausschnitten für zusätzliche Kühler (links) und ohne Ausschnitte.

Erster Einsatz: 4h Salzburgring - Tourenwagen-Europameisterschaft 1974

1.Werks-Capri: Startnummer 2 - Jochen Mass / Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 2 - Jochen Mass / Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 2 - Jochen Mass / Niki Lauda (blaue Fensterfolie, Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen, Wasserkühler im Heck). Interessantes Detail: nur dieser Capri hatte „FORD“- Buchstaben auf der Motorhaube, allerdings nur bei den 4h Salzburgring und 1000km Nürburgring, sowie in der Deutschen Rennsportmeisterschaft im Eifelrennen und Rhein Pokal in Hockenheim (eingesetzter Capri mit blauer Fensterfolie).

2.Werks-Capri: Startnummer 3 - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 3 - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 3 - Dieter Glemser / Toine Hezemans (rote Fensterfolie, Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen, Wasserkühler im Heck).

1000km Nürburgring - Marken-Weltmeisterschaft 1974

1.Werks-Capri: Startnummer 72T - Jochen Mass / Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 72T - Jochen Mass / Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 72T - Jochen Mass / Niki Lauda (blaue Fensterfolie, Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen, Wasserkühler im Heck). Ab diesem Rennen wurden aus aerodynamischen Gründen erstmalig Seitenschweller zwischen den Kotflügeln angebracht.

2.Werks-Capri: Startnummer 73T - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 73T - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 73T - Dieter Glemser / Toine Hezemans (rote Fensterfolie, Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen, Wasserkühler im Heck).

6h Nürburgring - Tourenwagen-Europameisterschaft 1974

1.Werks-Capri: Startnummer 6 - Jochen Mass / Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 6 - Jochen Mass / Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 6 - Jochen Mass / Niki Lauda (blaue Fensterfolie, Frontspoiler ohne regelbare Öffnungen, Wasserkühler jetzt seitlich). Ab Juli 1974 Einsatz von neuen hinteren Kotflügeln mit seitlichen Wasserkühlern. Weiterverwendung der seitlichen Aerodynamik-Schweller. Jochen Mass hatte einen Unfall im Training, dieser wurde noch in einer „Nachtschicht“ beseitigt (rechts im Modell erkennbar).

2.Werks-Capri: Startnummer 3 - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 3 - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 3 - Dieter Glemser / Toine Hezemans (rote Fensterfolie, Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen, Wasserkühler jetzt seitlich).

4h Zandvoort - Tourenwagen-Europameisterschaft 1974

1.Werks-Capri: Startnummer 4 - Jochen Mass / Rolf Stommelen.

1.Werks-Capri: Startnummer 4 - Jochen Mass / Rolf Stommelen.

1.Werks-Capri: Startnummer 4 - Jochen Mass / Rolf Stommelen (gelbe Fensterfolie, Frontspoiler mit Öffnungen, Wasserkühler seitlich).

2.Werks-Capri: Startnummer 5 - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 35 - Dieter Glemser / Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 5 - Dieter Glemser / Toine Hezemans (rote Fensterfolie, Frontspoiler ohne Öffnungen, Wasserkühler seitlich).

4h Jarama - Tourenwagen-Europameisterschaft 1974

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 6 - Toine Hezemans / Hans Heyer / Klaus Ludwig.

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 6 - Toine Hezemans / Hans Heyer / Klaus Ludwig.

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 6 - Toine Hezemans / Hans Heyer / Klaus Ludwig (rote Fensterfolie, Frontspoiler ohne regelbare Öffnungen, Wasserkühler seitlich). An der Tür nur der Name Hezemans.

Thomas Ammerschläger, zwischen 1972 und 1981 Leiter der „Fahrzeug-Entwicklung Motorsport“ bei Ford in Köln, am Steuer eines Werks-Capri.

Thomas Ammerschläger, zwischen 1972 und 1981 Leiter der „Fahrzeug-Entwicklung Motorsport“ bei Ford in Köln, am Steuer eines Werks-Capri. Im Hintergrund dieser Aufnahme von 1974 parkt ein Capri II, das damals aktuelle Modell. Für den Rennsport - siehe erste Seite dieses Berichts - kam der II-er nicht in Frage.

Nürburgring - Rheinland-Pfalz-Preis - Deutsche Rennsportmeisterschaft 1974

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 182 - Rolf Stommelen.

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 182 - Rolf Stommelen.

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 182 - Rolf Stommelen (rote Fensterfolie, Frontspoiler ohne regelbare Öffnungen, Wasserkühler seitlich).

Norisring - Deutsche Rennsportmeisterschaft 1974

1.Werks-Capri: Startnummer 3 - Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 3 - Niki Lauda.

1.Werks-Capri: Startnummer 3 - Niki Lauda (gelbe Fensterfolie, Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen, Wasserkühler seitlich).

2.Werks-Capri: Startnummer 4 - Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 4 - Toine Hezemans.

2.Werks-Capri: Startnummer 4 - Toine Hezemans (rote Fensterfolie, Frontspoiler ohne regelbare Öffnungen, Wasserkühler seitlich).

6h Kyalami 1974

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 22 - Jochen Mass / Toine Hezemans.

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 22 - Jochen Mass / Toine Hezemans.

Nur ein Werks-Capri: Startnummer 22 - Jochen Mass / Toine Hezemans (gelbe Fensterfolie, Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen, Wasserkühler seitlich, Signalleuchte im Kühlergrill).


Die Unterschiede der hinteren Kotflügel in der Saison 1974.

Die Unterschiede der hinteren Kotflügel in der Saison 1974.

Die Unterschiede der hinteren Kotflügel in der Saison 1974.

Die Unterschiede der hinteren Kotflügel in der Saison 1974 im Vergleich.
Salzburgring (links): schmale Kotflügel, Wasserkühler unten.
1000km Nürburgring (Mitte): schmale Kotflügel, Wasserkühler unten, Seitenschweller für Aerodynamik.
6h Nürburgring (rechts): breite Kotflügel, Wasserkühler seitlich, Seitenschweller für Aerodynamik.

Saison 1975 - Im Bestand ist ein werksseitig neu aufgebauter Capri mit einer Fahrgestellnummer von September 1974

200 Meilen Norisring - Deutsche Rennsportmeisterschaft 1975

Startnummer 31- Jochen Mass.

Startnummer 31- Jochen Mass.

Startnummer 31- Jochen Mass (blaue Fensterfolie, Frontspoiler ohne regelbare Öffnungen, zwei weitere Ölkühler im unteren Heckblech, unteres Heckblech mit zwei Öffnungen für weitere Kühler).

Zwei zusätzliche unterhalb der hinteren Kotflügel angebrachte Kühler, die nur am Norisring zum Einsatz kamen.

Zwei zusätzliche unterhalb der hinteren Kotflügel angebrachte Kühler, die nur am Norisring zum Einsatz kamen.

Hockenheim - Deutsche Rennsportmeisterschaft 1975

Startnummer 3 - Klaus Ludwig.

Startnummer 3 - Klaus Ludwig.

Startnummer 3 - Klaus Ludwig (blaue Fensterfolie, Frontspoiler ohne regelbare Öffnungen, zwei weitere Ölkühler im unteren Heckblech, unteres Heckblech mit zwei Öffnungen für weitere Kühler).

1000km Kyalami 1975 - letzter Werkseinsatz Ford Motorsport Köln

Startnummer 3 - Jochen Mass / Klaus Ludwig.

Startnummer 3 - Jochen Mass / Klaus Ludwig.

Startnummer 3 - Jochen Mass / Klaus Ludwig (blaue Fensterfolie, Frontspoiler ohne regelbare Öffnungen, zwei weitere Ölkühler im unteren Heckblech, unteres Heckblech mit zwei Öffnungen für weitere Kühler).

Bekannte Verbleibe von Werks-Capri nach Ausmusterung durch das Ford-Motorsportteam

Verkauf an das „Grab Racing Team“ für Fahrer Werner Schommers. Hier handelt es sich um das ehemalige umgebaute 73er Testfahrzeug auf 74er Spezifikation.

Verkauf an das „Grab Racing Team“ für Fahrer Werner Schommers. Hier handelt es sich um das ehemalige umgebaute 73er Testfahrzeug auf 74er Spezifikation.

Verkauf an das „Grab Racing Team“ für Fahrer Werner Schommers. Hier handelt es sich um das ehemalige umgebaute 73er Testfahrzeug auf 74er Spezifikation. Als Vorlage für mein nachgebildetes Exemplar habe ich das „Carrera 1:32“-Modell verwendet, da ich nicht genügend aussagekräftige Fotos aus der Zeit gefunden habe. Falls jemand gute Foto-Ansichten vom Heckbereich haben sollte, bitte an mich wenden. Besonders der Verlauf der feinen Linie zum Kofferraumdeckel würde mich interessieren. Meine Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..


Verkauf an das „Allan Moffat Racing Team“ in Australien. Der Transport dieses Autos nach Australien erfolgte direkt nach dem Kyalami-Rennen 1974.

Verkauf an das „Allan Moffat Racing Team“ in Australien. Der Transport dieses Autos nach Australien erfolgte direkt nach dem Kyalami-Rennen 1974.

Verkauf an das „Allan Moffat Racing Team“ in Australien. Der Transport dieses Autos nach Australien erfolgte direkt nach dem Kyalami-Rennen 1974. Hier der Zustand am Anfang der Saison 1975, vor einem Flaschenwurf durch einen Zuschauer. Dabei wurde die Frontscheibe zerstört. Als Folge musste auch eine neue Fensterfolie her. Auf dieser wurde die Schriftart „FORD“ in einer anderen Typografie ausgeführt (rechtes Bild).
Moffat hatte den betreffenden Capri-Lauf souverän gewonnen und beschloss, noch eine Extrarunde zu drehen. Dabei knallte eine Bierflasche, in einem großen Bogen geworfen, auf die Windschutzscheibe, die daraufhin zersprang. Moffat hielt sofort an, sprang blitzschnell aus dem Auto, übersprang wütend einen Zaun und rannte dem Übeltäter hinterher. Vergeblich, doch die Polizei schnappte ihn schließlich doch.

Im ersten Einsatz für den neuen Besitzer hatte der Capri noch die Signalleuchte aus dem Kyalami-Rennen im Kühlergrill und es wurde der Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen verwendet.

Am Heck des Autos „FORD“- Buchstaben am Kofferraumdeckel. Später wurde der Deckel gegen ein Exemplar ohne Tankeinfüllöffnungen ausgetauscht.

Im ersten Einsatz für den neuen Besitzer hatte der Capri noch die Signalleuchte aus dem Kyalami-Rennen im Kühlergrill und es wurde der Frontspoiler mit regelbaren Öffnungen verwendet.
Am Bug des Autos „FORD“- Buchstaben auf der Motorhaube. Die beiden Wagenheberaufnahmen wurden entfernt, dafür eine Abschleppöse unten mittig angebracht. Die Lampengläser für das Fernlicht wurden entfernt (linkes Bild).
Am Heck des Autos „FORD“- Buchstaben am Kofferraumdeckel. Später wurde der Deckel gegen ein Exemplar ohne Tankeinfüllöffnungen ausgetauscht.

Verkauf an „Ford Odenthal“ für Fahrerin Waltraud Stöhr-Odenthal.

Verkauf an „Ford Odenthal“ für Fahrerin Waltraud Stöhr-Odenthal.

Verkauf an „Ford Odenthal“ für Fahrerin Waltraud Stöhr-Odenthal. Sie fuhr mit diesem Auto erstmals im Juni 1975 auf der Avus in Berlin. Diese Modell zeigt den Capri, wie er mit Startummer 171 auf dem Nürburgring beim Rennen um den Rheinland-Pfalz-Preis 1975 (Deutsche Rennsportmeisterschaft) an den Start ging.
Dieses Auto war bereits der fünfte Renn-Capri im Besitz von Waltraud Stöhr-Odenthal. Daher trug er, ihrem Kosenamen „Turbo-Maus“ folgend, die Bezeichnung „Maus 5“. Auf der Motorhaube war der Schriftzug „CAPRI“ zu lesen.
Das Berliner Mücke Motorsport Classic-Team besitzt heute das Auto.


Der zuletzt neu aufgebaute und eingesetzte Werks-Capri, laut Fahrgestellnummer September 1974, verblieb in Köln. Er ist heute Teil der Ford Klassik Sammlung.

Der zuletzt neu aufgebaute und eingesetzte Werks-Capri, laut Fahrgestellnummer September 1974, verblieb in Köln. Er ist heute Teil der Ford Klassik Sammlung.

Der zuletzt neu aufgebaute und eingesetzte Werks-Capri, laut Fahrgestellnummer September 1974, verblieb in Köln. Er ist heute Teil der Ford Klassik Sammlung.
Mehrmalige Restaurierungen stellen in Details nicht mehr ganz den ursprünglichen Zustand dar, wie er im Rennbetrieb des Jahres 1975 zu sehen war. Die Änderungen wurden vermutlich in den Jahren 1976 bis 1979 vorgenommen.
Dieses Auto wurde durch den allseits bekannten Wolfgang Laufer stets am Laufen gehalten und jahrelang bei Veranstaltungen und in Ausstellungen präsentiert. So war dieser Capri auf Schloss Dyck, beim CCD-Mitgliedertreffen am Nürburgring, beim Capri Post Meeting in Speyer oder auch beim Festival of Speed in Goodwood zu bewundern..


Unterschiede: Original-Werksauto Saison 1974/75 zum jetzigen restaurierten Kölner Werksauto

Originale blaue Linienführung 1974/1975 - korrekte Linien beim Ex-Werks-Capri des „Mücke Motorsport Klassik Teams“

Dünne blaue Linie verläuft in den Lampenkasten hinein.

Dünne blaue Linie verläuft in den Lampenkasten hinein.

Dünne blaue Linie verläuft auf dem ganzen Heckdeckel, keine Vernietung des Heckspoilers.

Dünne blaue Linie verläuft auf dem ganzen Heckdeckel, keine Vernietung des Heckspoilers.

Dünne blaue Linie verläuft auf dem ganzen Heckdeckel, keine Vernietung des Heckspoilers.

[Zusammenstellung: Manfred Borgert - Fotos: Borgert, Ammerschläger, Ford Werke & Zwischengas]

Capri MK I [Bj. 68 - 73]

Capri MK I

Capri MK II [Bj. 74 - 77]

Capri MK II

Capri MK III [Bj. 78 - 86]

Capri MK III