An einem sonnigen Tag im September 2017 nahm Lars Kessel seinen Capri in der Nähe von Augsburg in Empfang.

An einem sonnigen Tag im September 2017 nahm Lars Kessel seinen Capri in der Nähe von Augsburg in Empfang.

Text & Fotos: Lars KesselOnline seit: 30. Dezember 2018

„Wie kommt man zu einem Capri? Vor etwa zwei Jahren wuchs der Wunsch in mir, einen Oldtimer zu kaufen.

Da ich von 1984 bis 1987 eine Kfz-Lehre bei Ford gemacht hatte, war es keine Frage welche Marke es sein sollte. Beim Typ war ich allerdings etwas unschlüssig, oder besser gesagt offen. Also habe ich mich im Netz umgeschaut und hier und da interessante Fahrzeuge gefunden. Ernsthaft gefunkt hat es dabei aber nicht.

Dann Anfang August 2017, eine neue Anzeige die mein Interesse weckt. Ford Capri aus Süditalien. Baujahr 1981. 1.6 Liter mit S-Ausstattung. 81.500 Kilometer. Aus erster Hand. Wow!

Leichte Ernüchterung herrschte nur beim Blick auf die Postleitzahl der anbietenden Firma Histogarage. 86477, das gehört zu Adelsried in der Nähe von Augsburg. Ich lebe in Duisburg, da fährt man nicht mal kurz zum Anschauen hin. Aber: Mein Freund Arno wohnt in Augsburg, ihn habe ich vor Jahren im Tauchurlaub kennengelernt. Er lebt nicht nur in der Nähe, er ist auch noch Kfz-Meister bei BMW in München und hat zwei Jahre zuvor einen 1977-er Opel Commodore von einem Bekannten hier in Duisburg gekauft. Sachen gibts!

Der Capri zieht die Stella zum Gewässer. Verständlich, dass die Stella den Capri nicht mit ins Wasser nimmt.

Der Capri zieht die Stella zum Gewässer. Verständlich, dass die Stella den Capri nicht mit ins Wasser nimmt.

Text & Fotos: Ralf HeilOnline seit: 13. Mai 2019

„In diesem Beitrag möchte ich Euch einmal meinen Mitstreiter aus dem Capri Club Rhön, Ralf Erb, vorstellen. Genauer gesagt sein reizvolles Paar: den Capri und die Stella.

Der Capri ist ein 2,3 Liter starker GT aus dem Baujahr 1970. Sie – also die Stella – hat ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel. Sie wurde von der Werft Libella Contess im Jahre 1959 gebaut. Gut gebaut, möchte man sagen.

Ralf war der Erste in unserem Club mit einem Wohnwagen. Mit seinem Eriba von 1973 fuhr er schon vor vielen Jahren regelmäßig durch die Lande, unter anderem zu Capri-Treffen. Außerdem überzeugte er mit seiner freundlichen Art zunächst meine Frau und später auch mich, ebenfalls einen Wohnwagen zu kaufen. Capri als Zugpferd eines Campers, so selten ist das bekanntlich nicht. Da liegt die Frage auf der Hand: `Wie kam Ralf nun zur Stella?´

Stella in ihrem Element.

Stella in ihrem Element.

Dieser RS ist einmalig - zahlreiche prominente Zeitgenossen aus Sport, Gesellschaft, Kultur und Politik haben sich auf seinem Blechkleid verewigt. Hier steht das Auto noch im einstigen Museum von Fritz B. Busch in Wolfegg, heute ist der Wagen im Auto & Traktor Museum Bodensee in Uhldingen-Mühlhofen zu bestaunen.

Dieser RS ist einmalig - zahlreiche prominente Zeitgenossen aus Sport, Gesellschaft, Kultur und Politik haben sich auf seinem Blechkleid verewigt. Hier steht das Auto noch im einstigen Museum von Fritz B. Busch in Wolfegg, heute ist der Wagen im Auto & Traktor Museum Bodensee in Uhldingen-Mühlhofen zu bestaunen.

Text: Auto & Traktor Museum
Fotos: Auto & Traktor Museum & Marc Keiterling
Online seit: 12. Mai 2019

Wenn aus einer skurrilen Idee eine Geschichte entsteht, die vielen Menschen einen Nutzen bringt, ist das stets eine wundervolle Angelegenheit. Ob der Initiator eines „Poesiealbums in Blech“ ernsthaft daran gedacht hat, dass knapp 50 Jahre später noch immer Besucher staunend und lesend vor den Schriften stehen?

Unterschrift im Album? Langweilig!

Die Frage bleibt unbeantwortet. Zu den Fakten. Michael Briechle, 1972 Pressechef des Automobilclubs von Deutschland (AvD), hatte im Juni dieses Jahres die Idee, Autogramme auf einem Auto zu sammeln, das Sammeln von Unterschriften auf Starfotos, Fußbällen und in verschiedenen Alben war ihm zu langweilig. Und so stellte er den schneeweißen Capri RS, mit den Emblemen von AvD, Uniroyal und der Deutschen Fernsehlotterie auf der Motorhaube, der Öffentlichkeit an der belgischen Grand-Prix-Piste Spa-Francorchamps vor.

Nicht nur auf dem Auto, auch im Karstadt Autogrammheft hinterließen die Prominenten ihre Unterschrift. Die Essener Zulassung ist dem Sitz des Warenhausunternehmens geschuldet.

Nicht nur auf dem Auto, auch im Karstadt Autogrammheft hinterließen die Prominenten ihre Unterschrift. Die Essener Zulassung ist dem Sitz des Warenhausunternehmens geschuldet.

Text: Marc Keiterling
Fotos: Matthias Kieper
Online seit: 30. Dezember 2018

Thomas Ammerschläger, Renningenieur und Aerodynamik-Tüftler bei Ford in den 70-er Jahren, stattete dem Team Mücke Motorsport anlässlich des diesjährigen Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring einen Besuch ab. Aus gutem Grund.

Das bekannte Team aus Berlin brachte zwei „Kinder“ Ammerschlägers mit in die Eifel. Den RS 3100 Cosworth setzte Ford in der Saison 1974 in der Deutschen Rennsportmeisterschaft ein. Niki Lauda, Dieter Glemser, Rolf Stommelen, Toine Hezemans und Klaus Ludwig pilotierten den finalen Werks-RS, optimiert von Ammerschläger. 1975 kaufte „Turbo-Maus“ Waltraud Odenthal den von Ford ausgemusterten Wagen und fuhr diesen bis zur Saison 1976.

Thomas Ammerschläger (links), Peter Mücke und die beiden Capris, die es ohne Ammerschläger so nie gegeben hätte.

Thomas Ammerschläger (links), Peter Mücke und die beiden Capris, die es ohne Ammerschläger so nie gegeben hätte.

1978 erteilte der amtierende Ford-Vorstand seinem Renningenieur den Auftrag zur Entwicklung eines Turbo-Capris im Zusammenarbeit mit Erich Zakowski. Der auf einem Rohrrahmen gebaute, ultraflache Turbo, dessen raffiniert geformter Fahrzeugboden für einen riesigen Abtrieb sorgte, triumphierte später mit Klaus Ludwig am Steuer. Das Exemplar von Peter Mücke stammt aus dem Jahr 1980 und ist einer von nur noch zwei fahrbereiten Zakspeed-Turbo.

Die beiden Ammerschläger-Renner also am Ring am Start - und der „Papa“ war am Ende sehr zufrieden: „Peter Mücke hat seine beiden Rennen im Capri überlegen gewonnen.“


Text & Fotos: Stefan GlowatzOnline seit: 10. Mai 2019

„Man sagt: ´Wenn etwas endet, fängt auch etwas Neues an`. Leider beginnt die Restaurierungsstory mit dem recht plötzlichen Tod eines lieben Kollegen aus dem Capri Club Westerholt im September 2015. Ich, und mit mir der gesamte CCW, möchten Erich Lutz danken. Dafür, dass wir dich kennenlernen durften und wir zusammen viele schöne, spaßige und auch feucht-fröhliche Erlebnisse hatten. Durch Erichs Tod ist auch die eigentliche Freude über eine Capri-Sanierung ohne den oft jahrelangen Kampf gegen den Rost eher verhalten.

Kumpel Erich hatte den Wagen 2006 zusammen mit einem weiteren Westerholter Kollegen bei eBay USA ersteigert und er kam teilzerlegt nach einiger Zeit in Bremerhaven an. Von dort fand er den Weg in unsere Schrauberbude. Der Motor war defekt, dafür war so einiges an Teilen mit dabei. Allerdings vieles, das nicht so direkt zu dem Wagen passte. Wie zum Beispiel ein zerlegter Pinto/Lima Motor, ein US-Kreation. Einige Kolben, die nicht zugeordnet werden konnten und noch so einiges an Kleinkram unbekannter Herkunft.

Geringe Feuchtigkeit, große Hitze

Die Karosserie war sehr gut beieinander, da zeigte sich die konservierende Wirkung der geringen Luftfeuchtigkeit in Kalifornien. Allerdings hatte die große Hitze bei der Innenausstattung ihre zerstörerische Wirkung voll entfaltet: Die Sitze waren aufgeplatzt, sogar der Schaumstoff darunter war pulverisiert. In der Gelsenkirchener Halle angekommen wurde der Capri durch Erich, der eher noch Schraubernovize war, zerlegt und 2009 im originalen Farbton Daytonagelb neu lackiert. Zusätzlich bekam er noch eine schwarze Motorhaube, wie die GT- oder R-Modelle. Erich baute nach und nach den Motorkabelbaum ein, der Wagen bekam einen neuen Himmel vom `Clubsattler`, Front- und Heckscheibe wurden eingesetzt. Die ausgebauten Teile waren auf zwei Container und eine Wohnung verteilt.

Dieses Auto übernahm Stefan Glowatz von seinem verstorbenen Clubkollegen Erich Lutz. Der US-Import war bereits in Daytonagelb neu lackiert.

Dieses Auto übernahm Stefan Glowatz von seinem verstorbenen Clubkollegen Erich Lutz. Der US-Import war bereits in Daytonagelb neu lackiert.

Erich Lutz verstarb 63-jährig am 18. September 2015.

Erich Lutz verstarb 63-jährig am 18. September 2015.

Text: Marc Keiterling
Fotos: Dieter Johannes & Frank Lehmann
Online seit: 23. Dezember 2018

Erstmals überhaupt war der Wanderpokal des Capri Club Deutschland in der letzten Saison eine Frauensache. Anja Merbach hat das gute Stück 2018 gehütet und die Trophäe nun weitergereicht. An einen Mann, den man in CCD-Kreisen kaum vorstellen muss.

Dieter Johannes, das Christkind knapp verpassend am 27. Dezember 1961 in Oberscheidweiler geboren und noch immer dort in der Südeifel ansässig, hat schon an ungezählten Capris geschraubt.

Wer viel arbeitet, muss auch mal ruhen. Der noch etwas jüngere Dieter hat es sich im Capri bequem gemacht.

Wer viel arbeitet, muss auch mal ruhen. Der noch etwas jüngere Dieter hat es sich im Capri bequem gemacht.